Wie man TTFB reduziert, um die Ladezeiten von WordPress-Seiten zu verbessern

So wird eure WordPress Seite schneller

Die Geschwindigkeit von einer Website ist ein wichtiger Rankingfaktor und WordPress erleichtert die Optimierung von Webseiten ungemein. Doch zu vollgepackt mit Informationen kann eine damit editierte Webseite langsam werden. Das kann zu langen Ladezeiten der Webseite führen. Um dies zu vermeiden sollte man den Leistungsfaktor TTFB bei der Überprüfung der Geschwindigkeit des Ladevorgangs möglichst viel Aufmerksamkeit schenken.

Ladezeit von WordPress Website verbessern
Die Ladezeit deiner Website sollte kurz gehalten werden (© Artur stock.adobe.com)

Drei bis vier Sekunden sollte eure Website maximal laden. Sehr gut – auch fürs Ranking – ist eine Ladezeit von unter zwei Sekunden. Warum das so wichtig ist? Ganz einfach – die Ladezeit der Webseite kann über euren finanziellen Erfolg mit eurer Webseite entscheiden. Wenn ihr WordPress verwendet für die Optimierung der Webseite, habt ihr gute Chancen die Performance der Webseite zu unterstützen und zu beschleunigen. Eine wesentliche Rolle spielt hier der Leistungsfaktor TTFB. Diesen Leistungsfaktor kann man auf der WordPress Seite reduzieren. Hierfür stehen mehrere Optionen zur Auswahl. Denn es kann mehrere Ursachen haben, weil die WordPress Seite nicht schnell lädt.

Schnellen WordPress Host verwenden

Auf der Suche nach der Ursache, warum eine WordPress Seite nicht schnell lädt, kann zunächst der Ansatz verfolgt werden, dass ihr einen schnelleren WordPress Host verwendet. Auf diese Weise erreicht man auf jeden Fall eine Reduzierung von TTFB. Ideal ist die Verwendung der Webhoster Cloud in Frankfurt am Main, das für alle Hosting-Pläne möglich ist. Wichtig sind kurze Wege der Datenpakete. 

Erreichen kann man mit der Verwendung von einem schnelleren Host einen TTFB-Rückgang von einem schon höheren zweistelligen Prozentsatz. Der WordPress Host sollte möglichst auch über eine sorgsam durchdachte Architektur verfügen. Auch das trägt dazu die Ladezeit von einer WordPress Seite zu senken. Die webhoster.AG verwendet beispielsweise LiteSpeed Enterprise Server was im Vergleich zum nginx oder nginx + Apache eine TTFB Reduktion von etwa 50% ausmacht.

Serverstandort mit Bedacht wählen

Um die Ladezeit der WordPress Seite und damit die TTFB zu senken, sollte außer dem passenden Host auch der ideale Serverstandort gewählt werden. Der Serverstandort sollte möglichst immer in Kundennähe sein. Wenn ihr euren eigenen Standort zum Beispiel in Deutschland habt, aber eure Kundschaft in Polen oder in den USA oder in Frankreich ansässig ist, solltet ihr einen Server in der Region wählen, in denen sich eure Kunden befinden.

Das heißt auch, wenn die meisten der Kunden in den USA beheimatet sind, sollte der Server möglichst nicht in Europa gehostet sein. Wobei hier wiederum – wenn es aus Kostengründen oder organisatorischen Gründen nicht anders geht als den Server in der eigenen Heimatnähe zu hosten – kann ein Content Delivery Networks (CDN) helfen. Auch dies kann den TTFB reduzieren.

Die meisten Pakete gehen egal von welchem Standort aus in Deutschland zunächst nach Frankfurt und dann zum jeweiligen Standort des Servers. Der Standort Frankfurt ist daher ein echter Wettbewerbsvorteil und die Seiten sind somit 4-10ms schneller als zum Beispiel bei einem Standort in Berlin oder München.

CDN einrichten

Content Delivery Network einrichten
TTFB durch einen Content Delivery Network reduzieren (© momius stock.adobe.com)

Der TTFB kann ebenfalls reduziert werden auf einfache Weise durch die Nutzung von einem Content Delivery Networks (CDN). Dieser kann nützlich sein, wenn die User, die eure Webseite besuchen über den ganzen Globus verstreut sind oder in verschiedenen Landesteilen leben. Wenn ihr euch einen CDN einrichten wollt, müsst ihr keine Internet- oder Programmiergenies sein. Denn die Registrierung bei einem entsprechenden Anbieter ist sehr einfach. Es muss lediglich ein Account erstellt und eine Distribution angelegt werden.

Innerhalb der Distribution werden die Einstellungen festgelegt. Ob dabei ein SSL Zertifikat auf der Webseite läuft, spielt keine Rolle. Die CDN Daten müssen, wenn die Webseite in https ausgibt, auch verschlüsselt sein. Ansonsten würde der Browser das Laden der dort liegenden Daten verweigern. Zudem muss dem Content Management System auch “gesagt” werden, dass bei Datenaufruf im Browser diese über den CDN ausgeliefert werden sollen an den User. Den CDN kann man natürlich jederzeit deaktivieren, was jedoch TTFB wieder verschlechtert. Allerding steht Content Delivery Networks keiner Anwendung im Weg bzw. behindert das Arbeiten am PC, Laptop oder Tablet nicht.

WordPress Caching

Um den TTFB zu verringern kann auch WordPress Caching angewandt werden. Denn es handelt sich hier um die Verwendung von einem Cache. Denn wie bei jedem Betriebssystem auch, so ist es auch bei WordPress möglich häufig benötigte Dateien in einem Cache zu speichern, also in einem perfekt zu erreichbaren Zwischenspeicher. Wenn ihr die häufig verwendeten Dateien aufrufen wollt, müsst ihr dann keine Umwege mehr gehen. Die Datenbank noch der WordPress Core müssen hierzu aktiviert werden.

Das fertige Ergebnis wird somit auch sofort als statische HTML-Seite in diesem Cache gespeichert. Und kommt ein User auf die Seite, wird auch auf die Datei im Cache zugegriffen. Dies beschleunigt die Ladezeiten der einzelnen Seiten ungemein. Gleichzeitig bedeutet das auch weniger Ballast auf dem Server und gleichzeitig mehr Performance für euch und auch die User. Das heißt, auch TTFB lässt sich dank der Verwendung von WordPress Caching verringern. Denn die Verarbeitungszeit des Servers wird dadurch reduziert. Durch Aktivierung des Caching können in der Spitze vom TTFB satte 90 Prozent reduziert werden. Ihr könnt beim WordPress Caching sowohl auf Kaufprodukte zurückgreifen, wie auch aus kostenlose Produkte. Bei der Verwendung des LiteSpeed Webservers steht das kostenlose LSCache Modul zur Verfügung. Es komprimiert und optimiert die Bilder, den Code und sorgt für das richtige Caching, damit möglichst keine Datenbankabfragen erfolgen. Für notwendige Datenbankabfragen wird zum Beispiel ein Objektcache verwendet. Man kann memcache oder redis verwenden.

Datenbanken aufräumen

Alternativ zum WordPress Caching könnt ihr auch einfach einmal damit beginnen die Datenbanken in WordPress aufzuräumen. Ihr werdet feststellen, dass sich im Lauf der Zeit jede Menge Kram dort angesammelt hat – wie auf dem Dachboden und Keller – was man nicht mehr benötigt. Löschen könnt ihr wahrscheinlich Bilder und auch Skripte, insbesondere diejenigen, die ihr nicht hochgeladen habt und die bei euch einfach im Entwurf stehen. Zum “Aufräumen” der Datenbanken gibt es natürlich praktische Tools, wie das Plugin WP-Optimize. Einmal angewandt wird eure Datenbank nicht nur wieder schlank, sondern auch schön übersichtlich. Auch das kann dazu beitragen dass sich TTFB verringert.

Das Plugin WP-Optimize könnt ihr regelmäßig anwenden. Denn unnötiger Ballast entsteht immer wieder – und zwar durch die automatischen Revisionen. Das heißt, WordPress speichert während des Schreibens von einem Artikel den aktuellen Stand ständig ab. Ein Limit ist hier nicht festgelegt. Die Revisionen bleiben daher gespeichert und häufen sich immer wieder an. Vor allem wenn ihr viel schreibt oder einstellt in WordPress, wirkt sich dies irgendwann auf den TTFB aus. Um nach einer Anwendung des Plugin WP-Optimize zu verhindern, dass der Ballast gar zu groß wird, kann nach dem Aufräumen der Datenbank für die Zukunft die Zahl der gespeicherten Revisionen eingeschränkt werden. Das Plugin kann so eingestellt werden, dass es auch automatisch hin und wieder die Datenbanken aufräumt. Damit ist diese Ursache weshalb der TTFB hoch ist schon einmal automatisch abgesschaltet. Das Einstellen von einem WordPress Caching ist zusätzlich aber dennoch eine gute Sache.

Bilder komprimiert hochladen

Das Problem, dass ihr euch daranmachen müsst den TTFB zu verringern, könnt ihr auch schon beim Einstellen der Bilder auf WordPresss verhindern. Denn die Größe von Bildern spielt bei den Ladezeiten für eine Webseite eine große Rolle. Von Natur aus handelt es sich hier um eher große Dateien. Statt, dass ihr darangeht die Bilder bei der Ursachensuche und Ursachenbeseitigung für einen hohen TTFB zu optimieren, sprich zu verkleinern, können diese schon vor dem Hochladen optimiert werden. Hierfür nutzt ihr einfach ein Bildbearbeitungsprogramm. Mit diesem reduziert ihr die Maße des Bildes. Achten müsst ihr hier aber nicht nur auf die Bildgröße in mm, sondern vor allem auf die Anzahl der Pixel. Denn auch wenn ihr im Bildbearbeitungsprogramm ein Bild auf die passende Größe zuschneidet und abspeichert, wird es in WordPress in seinen vollen Ausmaßen geladen. Ideal ist für das Hochladen von einem Bild in WordPress das Format .jpg. In einem guten – meist nicht mal kostenpflichten – Bildbearbeitungsprogrammen könnt ihr festlegen, in welcher Qualität gespeichert werden soll.

Für eine schöne Darstellung in WordPress ist nicht immer die höchste Pixel-Stufe nötig. Durch die richtige Wahl des Formats und der Größe spart ihr jede Menge bei der Dateigröße, was dem TTFB zugutekommt. Verkleinert werden kann das Bild natürlich auch erst beim Hochladen in WordPress. Hierfür gibt es verschiedene Plugins, die ihr installieren könnt. Bilder solltet ihr natürlich nur bei Bedarf hochladen. Dies muss auch nicht unmittelbar nach dem Einstellen des Textes geschehen. Wenn ihr das Bild erst bei Bedarf laden wolltet, könnt ihr auch ein nützliches Plugin für WordPress nutzen – auch das verringert über womöglich lange Zeit (bis zum Aktivieren des Textes) TTFB.

Premium DNS Provider verwenden

Jede Homepage verfügt über einen DNS Server bzw. Namenserver. Es handelt sich hier um Server, über die eine URL der richtigen IP zugewiesen werden kann oder umgekehrt. Denn jede Webseite ist wie jeder Server auch über eine bestimmte IP im Internet zu erreichen. Der Domain Name System Server ist eine wichtige Schnittstelle zwischen dem User und der Webseite, die ihr betreibt. Dieser spielt vor allem dann eine Rolle, wenn ein User auf der Suche ist nach der URL eurer Webseite. Das heißt, wenn der User eine ähnliche URL eingibt, diese aber nicht zu 100 Prozent korrekt ist, bekommt der User, wenn ihr keinen DNS Server habt, eine leere Seite angezeigt. Das führt beim User zur Verwirrung oder auch Verzweiflung und im schlimmsten Fall dazu, dass er nach einem anderen Anbieter – also einem Konkurrenzunternehmen sucht.

DNS Provider
TTFB durch einen Content Delivery Network reduzieren (© Funtap stock.adobe.com)

Daher ist es ratsam einen DNS Server zu haben. Dieser entscheidet letztlich auch über die Zeitspanne – nur wenige Sekunden in der Regel – bis der User vom Eingabefeld auf der Startseite eurer Webseite landet und ob er die gewünschte Webseite überhaupt angezeigt bekommt. Diese sogenannten DNS-Lookup-Zeiten können entscheidend sein, ob ihr ein Geschäft abschließen könnt oder nicht bzw. Traffic auf die Webseite bekommt. TTFB spielt hier auch eine große Rolle. Habt ihr euch für einen schnellen und meist kostenpflichtigen Anbieter entscheiden, dauert es auch nicht lange bis der User euren Namensserver gefunden hat. Habt ihr euch indes für einen langsamen und meist kostenlosen Anbieter entschieden beim DNS Server, dann dauert es auch einige Zeit länger bis der User eure Webseite erreicht, auch wenn er beim Schreiben der URL einen Fehler gemacht hat. Um TTFB zu verringern und die User zufrieden zustellen lohnt sich daher die Entscheidung für einen Premium DNS Server. Denn diese DNS Server verfügen in der Regel über eine höhere Geschwindigkeit. Es gibt auch einige kostenlose Anbieter, die auch eine hervorragende Leistung hinsichtlich der Verringerung von TTFB bieten können.

Wenn Du alle diese Punkte beachtest, erhältst Du am Ende eine optimierte WordPress Website mit einer viel schnelleren Leistung. Die aufgeführten Optionen solltest Du genau dann anwenden, wenn dir deine Website zu langsam vorkommt.

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