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Was ist AWStats?

Von 13. November 2019 Keine Kommentare

AWStats – Das Analyse-Tool als Ergänzung zu Google Analytics

Eine Webseite zu erstellen ist das eine. Dank hoch entwickelter Content Management Systeme, auch als CMS bekannt, ist es selbst lernwilligen Einsteigern möglich, eine eigene Internetpräsenz aufzubauen. Soll sie erfolgreich sein und von vielen Usern gesehen werden, wirst Du jedoch um ein Analyse-Tool nicht herumkommen. Denn erst mit dem Blick auf die Statistiken wird deutlich, welche Beiträge oft gesehen werden und von woher der Traffic der Seite stammt. Ohne ein solches Tool schwimmst Du mit Deiner Webseite fast blind und weist nicht wirklich, welche Beiträge besonders gut sind oder kaum Beachtung finden. Unter den verschiedenen Analyse-Tools stellen wir hier AWStats vor.

Hintergrundfakten zu AWStats

In erster Linie handelt es sich um eine freie Webanalyse-Software der Open Source Gemeinschaft. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese kostenlosen Tools für Webseiten sehr gut arbeiten, effizient und vor allem nutzerfreundlich sind. Das Tool hat eine klare Aufgabe: Es analysiert Logfiles von Webseiten und erstellt daraus Besucher-Statistiken. Die daraus resultierenden Berichte werden als HTML-Seite herausgegeben und können in jedem Browser angesehen werden. Besonders freundlich ist AWStats, weil es ein kleines und schlankes Tool ist, das weder den Webspace noch den Verwaltungsbereich schwer belastet. Dafür bietet es nur die Analyse-Funktion an, was Vor- und Nachteil sein kann. Ob allein die Analysefunktion für Deine Webseite ausreicht, entscheidest Du. Denn es gibt auch andere Tools, deren Funktion über die Besucherstatistik hinausgehen. Wenn Du jedoch nur eine Statistik Deiner Webseitenbesuche haben möchtest, ist AWStats eine gute Wahl. Ausgewertet werden mittels AWStats Punkte wie

  • Zu welcher Zeit kommen der Besuche?

  • Woher kommen diese Besucher?

  • Welche Beiträge bzw. Inhalte werden gelesen?

  • Wie bewegt sich ein User auf der Webseite?

  • Durch welche Keywords erreichen User die Webseite?

  • Über welche Backlinks kommt Traffic auf die Seite?

All diese Informationen sind wichtig, um zu erfahren, für welche Inhalte sich Deine Besucher interessieren und für welche nicht. So kannst Du Deine Webangebote usergerecht optimieren. Dabei geht es nicht immer um die Monetarisierung. Viele Webseitenbetreiber möchten einfach gute Inhalte bieten und benötigen auch dann diese Informationen. Analysetools haben zuweilen einen schlechten Ruf, der oft unberechtigt ist. Denn wer im Internet Informationen sucht oder Fragen hat, möchte auch gezielt Antworten finden. Insbesondere, und im Grunde an erster Stelle, helfen Analysetools wie AWStats, die Interessen des Users zu verstehen. Erst danach sollte überhaupt der Gedanke an das Geld verdienen gerichtet werden.

Programmiersprache und Betriebssystem zur Anwendung von AWStats

Die Programmiersprache ist hier Perl, vertrieben unter der GNU General Public License, die kostenfrei verfügbar ist. Wichtig zu wissen: AWStats unterstützt Apache, das W3C-Logdateienformat und weitere Formate. Generiert werden sowohl eine textbasierte als auch eine grafische Statistik. Du kannst AWStats also mit jedem Betriebssystem nutzen, das Perl unterstützt. Dank guter Hostingpläne und einem CMS wie WordPress reicht eine einfache Installation meist aus, wenn sie nicht sogar schon im Hosting Paket vorhanden ist.

Wie wird AWStats installiert?

In der Regel bieten Webhoster das Analysetool direkt an und installieren es auf dem Webserver. Es sind also keine Installationen notwendig. Bei der Wahl Deines Hosters solltest Du fragen, ob AWStats bereits vorinstalliert ist. Du findest es oft auch in der Liste der installierten Tools. Denn auch WordPress ist bei vielen Hostern bereits vorinstalliert oder mit der sogenannten 1-Click-Installation möglich. Das macht es leichter für Dich, denn Du kannst umständliche Installationen vermeiden.
Wichtig ist, das es sich hier um einen Apache Server handelt, der die entsprechenden Logdateien hinterlegt. Eine weitere Voraussetzung ist ein cgi-bin Verzeichnis, dieses Verzeichnis wird für die Perl-Scripts notwendig. Sollte AWStats bei Deinem Webhoster noch nicht vorhanden sein, kannst Du es selbst installieren oder im Webspace gegebenenfalls auch anklicken, um es zu aktivieren. Achte in jedem Fall darauf, dass AWStats sowohl im Webspace als auch im Backend Deiner Webseite aktiviert ist.

Das Anzeigen der Besucherstatistik

AWStats bietet Dir eine übersichtliche Statistik. Geliefert wird ein übersichtliches Diagramm, in dem die Seitenaufrufe, der Standort sowie der verwendete Browser ersichtlich sind. Diese schmale Übersicht liefert Dir bereits die wichtigsten Daten zu den Besuchern Deiner Webseite.

AWStats als Google Alternative

Viele Webseitenbetreiber möchten Google Analytics nicht nutzen und weichen auf andere Analysetools aus. Dennoch ist es wichtig, dass ein Anbieter seinen Markt und die Zielgruppe kennt. Gleiches geschieht schließlich auch im Offline-Business: Für einen Start ist eine Analyse der Zielgruppe notwenig, um erfolgreich in den Markt einzutreten. Um nichts anderes geht es bei der Analyse von Besuchern. Wir sprechen also von durchaus wichtigen Instrumenten für Webseitenbetreiber. Da Google aufgrund datenschutzrechtlicher Punkte immer wieder in Verruf gerät, entscheiden sich viele Betreiber für andere Analyse-Tools, die weniger Informationen sammeln. Beide Gedanken sind berechtigt, aber auch beide Tools haben ihre Berechtigung, während Google Analytics für den Einsteiger jedoch zu einer wirklichen Hürde werden kann. Umgänglicher ist in diesem Falle tatsächlich AWStats, das mit weniger Einstellungen auskommt und ebenfalls gute, wenn auch weniger detaillierte Ergebnisse liefert.

webstatistik-awstats-uebersichtBei diesen Resultaten geht Google so weit, Alter und sogar wahrscheinliches Einkommen in die Statistik einzubeziehen. Um solche Informationen zu erhalten, benötigst Du vom User eine klar definierte Einverständniserklärung. Zum anderen solltest Du überlegen, ob Du tatsächlich all diese Informationen benötigt. Denn oft reicht die Analyse der einzelnen Inhalte, um relevante Ergebnisse der Seitenaufrufe zu erhalten. Im Vergleich von AWStats und Google Analytics wird schnell deutlich, wo Vor- und Nachteile liegen. Als Webseitenbetreiber musst Du nach der DSGVO unbedingt das Einverständnis Deiner User einholen und sie darüber informieren, dass und welche Informationen über Google Analytics gesammelt werden. Da zumindest deutsche bzw. europäische Provider die Server Logs anonymisieren, gibt es im Grunde keine Probleme mit der DSGVO. Schon deshalb ist AWStats eine gute Alternative zu Google Analytics.

Eine Besucherstatistik bleibt eine Datensammlung

Mit der Nutzung von AWStats musst Du dennoch Deine User darüber informieren, dass Du ein Analysetool verwendest. Hingewiesen werden muss auch auf die Daten, die gesammelt werden. Da AWStats jedoch nur grobe Daten analysiert, sollte dies kein Problem sein. Auch zukünftig muss damit gerechnet werden, dass die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der User-Daten geändert werden. Es liegt also in Deiner Verantwortung, Dich zu informieren und die Informationen zur Nutzung von AWStats zu aktualisieren.

Google Analytics ist nicht immer die bessere Variante

Überlege Dir also im Vorfeld, welche Informationen Du über Deine Besucher sammeln möchtest. Die Nutzung von AWStats ist insgesamt einfacher, denn auch die Auswertung verlangt bei Google Analytics höchste Konzentration und das Verständnis verschiedener Begriffe. Wenn es Dir wirklich nur darum geht, zu erfahren, welche Beiträge am meisten besucht werden und woher Deine Besucher stammen, reicht die Installation vom datenschutzfreundlichen AWStats meist völlig aus.

Mitarbeiterin vor Statistik Monitor

Mitarbeiterin vor Monitor mit Statistik (© ТихонКупревич stock.adobe.com)

Gegen die Monetarisierung Deiner Webseite mit AWStats steht nichts entgegen

Die von AWStats ermittelten Werte reichen in der Regel aus, um auf die Marktlage zu reagieren. Entscheidend für einen Markterfolg sind letztendlich nicht die Statistiken, sondern Dein Angebot auf Deiner Webseite. Analysetools geben gute Hinweise, die Marketing-Strategie eines Produkts oder eines Online-Shops werden jedoch auf einem anderen Blatt geschrieben. Dazu gehören auch die Keywords, für die Du nicht unbedingt Google Analytics benötigst. Ohnehin gibt Analytics nicht alle Keywords aus, sodass es weitaus wichtiger ist, den Markt von anderer Seite kennenzulernen.

Wie geht AWStats mit Bots um?

Bots, das altbekannte Problem. Maschinengesteuerte Bots durchsuchen Webseiten und bringen im schlimmsten Falle die komplette Statistik durcheinander. Denn für Analysetools – und das gilt erst einmal für alle – sind Bots Besucher und tauchen demnach in der Statistik auf. Du hast die Möglichkeit, diese Bots herauszunehmen, da sie nicht nur Deine Statistik verunstalten, sondern auch potenzielle Risiken für Hackangriffe sind. Du kannst eine Firewall oder ein anderes Tool verwenden, um diese Bots auszuschließen. In Tools wie All-in-Seo ist bereits eine Liste bekannter Bots eingerichtet, die Du individuell erweitern kannst. Alternativ bietet sich Cloudfare an, doch die Nutzung solcher Sicherheitsanbieter setzt wieder viel technisches Wissen voraus. Sollte Dir die IP-Adresse der Bots bekannt sein, kannst Du diese ausschließen. In jedem Falle muss vor der Zählung der Besuche von AWStats über ein weiteres Tool solche Bots ausgeschaltet werden. Diese Handgriffe sind heute leider notwendig, und auch bei anderen Analysetools wichtig.

Im Übrigen kann das Ausschließen der Bots oder bestimmter User-Agenten auch Deinen Hosting-Plan positiv beeinflussen. Wenn Du also mithilfe von AWStats siehst, dass es häufige Besucher mit extrem kurzer Besuchszeit gibt, kann dies auf einen Bot hindeuten, der jedoch Deinen Hosting-Plan belasten kann. Durch das Ausschließen werden wieder Ressourcen frei. Es lohnt sich also, Deine Statistiken auf Herz und Nieren zu prüfen.

AWStats mit WordPress

Wenn Du mit einem Controlpanel Deinen Webspace verwaltest, kannst Du mit einem Plugin AWStats direkt in das WordPress Dashboard einbinden. Der Vorteil liegt auf der Hand: Du hast direkt vom Backend aus einen Zugriff auf Deine Statistiken und musst nicht erst in die Verwaltung Deiner Webseite. Ein weiterer Vorteil ist, dass diese Installation keine weiteren Speicherressourcen benötigt.

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