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AMP – Schneller Zugriff für unterwegs!

Von 5. November 2019 Keine Kommentare

AMP steht für Accelerated Mobile Pages und stellt einen neuen von Google definierten Standard dar, damit man Inhalte von Webseiten auf dem Mobiltelefon anzeigen lassen kann. Diese Webseiteninhalte werden außerordentlich schnell geladen. Das ist sehr vorteilhaft, denn die Besucher der Webseite genießen die schnell geladenen Inhalte und AMP Google übt Einfluss auf das Ranking der Inhalte in Google.

Bedeutung von AMP Google

Der mobile Internetzugriff legt ein großes Wachstum hin. Das bedeutet eine Herausforderung für Seitenbetreiber, denn jeder möchte auf seinem mobilen Gerät die Seite schnell geladen haben. Je länger die Ladezeit einer Webseite ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Benutzer die Seite verlässt. Accelerated Mobile Pages wurde im Jahr 2015 von Google und anderen Publishern geschaffen. Dabei handelt es sich um eine Open-Source-Initiative, die das Ziel befolgt, die Ladezeit von Inhalten auf mobilen Telefonen deutlich zu verringern.

AMP Google ist mit Facebook Instant Articles zu vergleichen, jedoch mit einem Unterschied. Bei AMP Google befinden sich Traffic, Werbeeinnahmen und Kontrolle beim Publisher und die Webseiten weisen einen SEO Impact auf. Bei Facebook verläuft alles im geschlossenen System der Social Media-Plattform. 30 % der Werbeeinnahmen gehen an den Anbieter und es entstehen keine Traffic- und SEO-Vorzüge für die eigene Internetpräsenz.
Wenn man in Google „AMP Beispiele“ eingibt, ist das zweite Ergebnis eine AMP-Seite. Diese Seiten werden an der grauen Bezeichnung und dem Symbol „AMP“ erkannt.

So funktioniert es

Publisher und Webseitenbetreiber sollten eine andere Version der Internetseite errichten. Dabei werden ein schlanker HTML-Code sowie ein stark limitiertes CSS eingesetzt. Diese dürfen nicht größer sein als 50 kB und sollten ins HTML eingebaut werden. Accelerated Mobile Pages beruhen auf ungleichem JavaScript, womit Inhalte sofort geladen werden. Externe Skripte blockieren das Laden dabei nicht. Wenn trotzdem Werbung und Codes von Drittanbietern angezeigt werden sollen, dann passiert das über iframes, die nach der Ausführung der Inhalte geladen werden.

Wird eine AMP Google-Seite von Google erkannt, wird sie auf einem Proxyserver im Content Delivery Network (CDN) verwahrt. Somit hat man schnellen Zugriff auf die Inhalte, weil die nötigen Dokumente für die Ausführung der Seite aus einer Quelle geladen werden. Noch ein Vorzug der CDN ist die Tatsache, dass beim Abruf der AMP-Seite sofort kontrolliert wird, ob die Seite auch wirklich funktioniert und die Ansprüche erfüllt. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass die AMP-Seite korrekt funktioniert. Wenn man im Internet etwas sucht, was der gespeicherten AMP Google-Seite entspricht, zeigt Google diese in den mobilen SERPs an. Sie werden mit AMP und einem Blitz kenntlich gemacht.

amp-code

AMP Code

Die Technik hinter AMP Google beruht auf drei Komponenten: AMP HTML, AMP JavaScript und AMP Cache. Durch den knappen Aufbau von AMP Google-Seiten errichtet sich die Grundstruktur der Seite im Hintergrund, bevor ein Artikel angeklickt wurde. Auf diese Weise tauchen gewichtige Bestandteile des Artikels sofort nach Klick auf. Werbebanner, Bilder, Videos und andere Inhalte werden nach einer Abfrage der Google-AMP-Seite geladen. Dazu werden Javascript- und HTML-Inhalte zusammengedrängt und Bilder auf die Displaygröße des mobilen Geräts angepasst. Auf Diese Art und Weise wird das Datenvolumen gespart und die bestimmten Nachrichten werden viel schneller aufgerufen.

Vorteile von AMP

Der größte Vorzug von AMP Google ist die hohe Ladegeschwindigkeit. Der Aufruf von AMP dauert normalerweise unter einer Sekunde. Eine „Klassische“ Meldung erscheint in einer bis zwölf Sekunden. Demzufolge verbringt man weniger Zeit mit Warten, wenn man eine AMP Google-Seite aufruft. Die perfekte Ladegeschwindigkeit hat Einfluss auf die User Experience. Der weitere Vorzug ist die Ausführung von AMP-Seiten in den SERPs. Das Blitzsymbol löst beim User eine größere Achtsamkeit aus und vergrößert dadurch die Klickwahrscheinlichkeit. Ein weiterer Vorteil ist das Listing im „Top Story Karusell“, vor allem für news-getriebene Seite ist dieser Vorteil wichtig, denn somit wird entsprechender Traffic auf die Seite geschaufelt. Außerdem verbrauchen reduzierte Seiten weniger Datenvolumen.

Dank AMPs können Publisher ihre Inhalte zwischen 15 und 85 Prozent schneller auf mobilen Telefonen darstellen. Für die User bedeutet das eine verbesserte Erfahrung und für Medienhäuser mehr Pageviews sowie Adviews.

Advertiser nutzen mit AMP Google verschiedene Werbeformate. Die Werbeinhalte laden nicht gleichzeitig. Die Nutzer werden durch Werbung nicht gestört. Publisher genießen den Vorteil einer prominenten Platzierung von AMP-Webseiten im News-Umfeld. Die hohe Usability der Webseiten, die für die mobilen Telefone optimiert sind, trägt zu positiven Nutzersignalen bei. Für User sind AMP Google-Seiten perfekt, denn sie müssen nicht lange auf den Aufbau einer Seite warten und haben selbst bei einer schlechten Internetverbindung eine hohe Performance.
Das Pre-Rendering von AMP Google ist ebenfalls ein Vorteil. Google prüft eine Seite im Voraus.

Idee von AMP Google

Die Idee für AMP Google war die Anwendung für Newsseiten und Portale. Die Bedeutsamkeit der Ladegeschwindigkeit ist für SEO und Besucher von Webseiten wesenhaft. Webseiten, die die Inhalte für Mobiltelefone über AMP übergeben, laden meistens unter einer Sekunde. Die Grundlage ist der Standard selbst. AMP erlaubt nur besondere HTML-Befehle und setzt eigene neue AMP-HTML-Elemente ein. Alles richtet sich darauf, einen Inhalt möglichst schnell zu laden.
Zu den Begründern zählen Google, WordPress und Adobe. Sie wollten auf den großen Bedarf an schnellen mobilen Webseiten antworten. Das Ziel ist es, ein System zu schaffen, das allen einen Vorteil bringt. Die ersten Nachrichtenportale, die AMP einsetzten, sind die FAZ, die Zeit, die Washington Post, BuzzFeed, Guardian und El Pais. Technikpartner sind Twitter, LinkedIn und Pinterest.

Google-Ranking

Google gibt den Webseiten, die AMP verwenden, einen Vorteil. AMP ist ein neues Google-Kriterium, wobei es nur einen indirekten Einfluss auf das Ranking ausübt. AMP, eingesetzt als Code, bringt keinen Vorteil, nur dessen Auswirkung, und zwar die Ladegeschwindigkeit der Webseite für Mobiltelefone. Dies ist ein wichtiges Google-Ranking-Kriterium.
AMP trägt dazu bei, die Suchmaschinenoptimierung zu verbessern, jedoch ist AMP selbst kein Rankingfaktor bei Google. Bei Google ist die erste Seite der beste Platz. Der Nachrichtenkarussel von Google ist die beste Position für einen Nachrichtenanbieter. Google verstärkt die AMP-Webseiten im Nachrichtenkarussell und das führt zum maximalen Traffic.

Verbreitung von AMP Google

AMP Google kann auf drei verschiedene Weisen in Google angegeben werden: über ein Karussell, über eine normale Textanzeige sowie über eine Headline (Top-Story). Google veröffentlichte, dass AMP-Seiten am 24.02.2016 in den Google Suchergebnissen innerhalb des News-Karussells eingebracht wurden. Einige Blogger sagen, dass sie bereits am 04.02.2016 erste AMP-Seiten im News-Karussell gesehen haben. Dabei handelte es sich wahrscheinlich um Tests von Google.

Der branchenübergreifende Benchmark von AMP-Integrationen liegt in den mobilen Suchergebnissen für Google.de bei 20 Prozent. Jede fünfte URL, die auf der ersten Suchergebnisseite angezeigt ist, basiert auf dem Open-Source-Framework und lädt sehr schnell. Der Anteil der AMP-Landingseiten auf der ersten Suchergebnisseite bei Google.de steigt auf 25 Prozent. Bei Medien hat hede vierte URL auf der ersten Ergebnisseite von Google das AMP-Logo. Für Publisher liegt die AMP-Verbreitung in den organischen Resultaten auf der ersten Seite bei 39 Prozent.
Jede fünfte URL, die auf der ersten Ergebnisseite bei Google angezeigt wird, ein AMP-Logo. Bei Medien ist es, wie schon oben erwähnt, jede vierte URL.

Einsetzen von AMP Google

AMP ist für alles Webseiten zweckmäßig, die Nachrichten, Blogartikel und Ähnliches veröffentlichen. Um AMP auf einer Webseite umzusetzen, müssen einige Plugins, die es bei CMS Systemen gibt, installiert werden. Für WordPress gibt es ein Plug-in, und zwar AMP von Automattic, das AMP für die jeweilige Seite aktiviert. Die AMP-Version der Seite kann angesehen werden, indem man nach dem URL/AMP eingibt. In diesem Plus-in können auch die Farben der Seite bestimmt werden. Für Joomla gibt es ein Plug-in von weeblr.com, und zwar in zwei Varianten: der kostenlosen Community Edition und der kostenpflichtigen Version. Die Community Edition-Version stellt die Standardfunktionalität von AMP bereit. Einschränkungen gibt es bei Themen wie Google Analytics für AMP-Seiten usw. Die kostenpflichtige Version kostet 69,00 $ pro Jahr.

amp plugin wordpress

AMP Plugin für WordPress

Drupal stellt die Erweiterung AMP für Drupal zur Verfügung, die es für Drupal 7 und Drupal 8 gibt.

Baukastensysteme, wie beispielsweise Wix & Jimdo haben auch AMP als Funktion, die in den Einstellungen zu aktivieren ist.
Das Smartphone hat heutzutage den Desktop-PC überholt, wenn die Rede von der Internetnutzung ist. Ob man ein Restaurant in der Nähe sucht oder Nachrichten liest, es kommt auf die Ladezeit an. Darin punktet AMP Google.

Einschränkungen von AMP Google

Durch die Abgabe der Inhalte über Google Server wurde die eigentliche URL in eine Google-AMP-URL umgewandelt. Der Traffic kamen nicht beim Publisher selbst an. Durch die Verbesserung zeigt Google jetzt in einem gesonderten Feld die originale URL Webseite an. Die Probleme entstehen aus der Vorgehensweise des verschlankten HTMLs mit dem limitierten CSS. Auf diese Art werden die Möglichkeiten der Gestaltung der AMP-Seiten begrenzt, so ist ein individuelles Design der Webseite kaum möglich.

Das Layout ist durch die schlanke HTML-Grundstruktur und die geringe Anwendung von CSS geringfügig. JavaScript kann nur in Form von besonderen AMP-Tags eingebaut werden, die ungleichzeitig geladen werden, damit sie nicht das Rendering der Seite verhindern. Werbungen werden nicht für jeden Anbieter erlaubt. Am Anfang war der Fokus auf den Google AdSense-Programmen. Es fallen bestimmte Funktionen, wie beispielsweise Kommentarfelder, Teilen-Buttons, Einkaufswagen usw. aus.

Die Ausführung der AMP wird andauernd weiterentwickelt. Am Anfang waren Kontaktformulare nicht möglich und inzwischen werden sie eingegliedert.
Google hat viel Zugriff auf die Webseiten, weil es sich um eine Google-Initiative handelt. Der Traffic ist von Google abhängig, da die AMP-Seiten auf Google-Servern geladen werden und Suchmaschinen-gebunden sind.

Außerdem funktionieren JavaScript-Elemente nicht. Ein Plug-and-Play ist ebenfalls nicht möglich.
Der Wechsel zu einer AMP-Webseite ist sehr zeitaufwändig und es werden verschiedene CMS-Systeme benötigt.

Wie kann man AMP Seiten veröffentlichen?

In allen Webhosting Tarifen kann ein Content Management System wie WordPress verwendet werden, welches AMP Seiten generieren kann. Die Plugins sind in der Regel kostenlos.

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